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2004

Brigitte Kronauer: Der Störenfried (excerpt in German)

Der Störenfried

Jetzt sirrte das alte Buchenlaub nicht bösartig in den Hecken. Mit dem kalten Februarwind war es für lange Zeit aus. Hier staute sich die Witterung zu jeder Jahreszeit. Nun also war der Frühling dran, und hier eben sofort ein hundertpro- zentiger Frühling. Die Anordnung der Bäume und Büsche erzeugte oft um die Gräber herum den Eindruck von Spezialkabinetten mit jeweils eigenem Zimmergeruch, und er, K. R. Schnurrer, konnte überall eintreten ohne anzuklopfen. Schließlich war er hier annähernd zu Hause. Er hatte Gewohnheits- rechte, besuchte zwar niemanden, aber stellte sich gern sein eigenes Grab vor mit dem Namen »K. R. Rotzekocher«. Ja sicher, das würde ihm gefallen, genau der richtige Name für den Stein.

(source: Vilenica Almanac 2004)